Home ALLE BEITRÄGEVIDEO VİDEO-Analyse und Perspektiven der Schweizer Jugend zum Newrozfest 2020

VİDEO-Analyse und Perspektiven der Schweizer Jugend zum Newrozfest 2020

by rcadmin

In einer Analyse zur derzeitigen Corona- Pandemie und den alternativen Newrozfeiern bewertet die Schweizer Jugend die aktuelle Situation. Dazu hat die Schweizer Jugend ein Video vorbereitet, den wir mit euch teilen. Die Bewertung der Jugendlichen geben wir euch schriftlich weiter.

In der Analyse bewertet die Schweizer Jugend wie folgt:

“Als kurdische Jugend in der schweizer Diaspora möchten wir alle im neuen Jahr begrüssen und mit euch teilen, wie wir auch unter den aktuellen Bedingungen im Geist von Mazlum Dogan unsere Newrozfeuer entfacht haben.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und der Tatsache, dass das Soziale Leben fast zum Stillstand gekommen ist, war es für uns sehr wichtig auf unsere Weise Newroz zu feiern. Denn es spielt keine Rolle ob wir 100 000 auf den Plätzen von Amed oder wie Heval Mazlum ganz alleine sind: Newroz ist eine Mentalität, eine Hoffnung die Jede und Jeder Mensch in sich selbst entfacht und einen den Weg der Freiheit und des Widerstandes klar erkennen lässt.

Diese Linie der Klarheit und der Entschlossenheit, den Kampf für ein freies, würdevolles und friedliches Leben auch unter den schwierigsten Bedingungen fortzuführen, hat uns Heval Mazlum mit seiner Aktion aufgezeigt.

Wenn wir heute die Nachrichten lesen und in die Welt hinnausschauen, ist Angst und Unsicherheit das vorherrschende Gefühl. Viele Menschen sind erkrankt, viele Menschen fürchten sich davor, auch zu erkranken, sie wissen nicht, wielange sie noch ihr Gehalt erhalten und sorgen sich um ihre Freunde und Familien. Die andauernden Kriege und die Verbrechen gegen Geflüchteten sind fast vollständig von der Tagesordnung verschwunden.

Diese Situation verlangt es von uns als Jugend, angemessene Antworten zu finden, um dieser Linie gerecht zu werden. Unsere Aktivitäten zu Newroz waren ein erster Schritt, in diese Richtung, trotz aller Umstände diesen Tag gemeinsam mit tausenden Freundinnen und Freunden in allen Teilen Kurdistans, Europas und der ganzen Welt zu feiern. Diese Einheit, die an Newroz zum Ausdruck kommt und durch vielfältigste Aktionen symbolisiert wird ist es, die der Imperialismus und der Faschismus im Mittleren Osten immer noch mit allen Mitteln zerstören wollen. Newroz zu feiern, ist in erster Linie eine Aktion gegen diese Angriffe.

In diesem Geist müssen wir jetzt unsere Aktivitäten fortsetzen. In erster Linie ist es wichtig, die Soziale Isolation nicht zu zu lassen. Wenn physische Treffen nur erschwert möglich sind, so können wir auf Online Plattformen zurück greifen, im Soziale Medien Kontakt halten, dort diskutieren und uns austauschen. Auch die Verbreitung kritischer Analysen und Ideologie ist von enormer Wichtigkeit. Noch mehr als sonst verbringen die Menschen ihre Zeit in den Sozialen Medien. Es liegt nun an uns ob sie dort vor allem mit feindlicher Propaganda und Angstmachererei konfrontiert werden oder mit freiheitlichen Ideen und Perspektiven. Deswegen müssen wir vor allem unsere FreundInnen in den Medienarbeiten noch stärker unterstützen, selbst mehr schreiben und Inhalte verbreiten. Eines der wichtigsten Aktionen derzeit ist jedoch Selbstbildung. Serokatî sagt über die Befreiungsbewegung: “Wir sind eine Bewegung, die sich durch Bildung weiterentwickelt. Führt euch vor
Augen, wie sich im Laufe der ersten Gruppe die ideologische Bildung entwickelt hat.
Wir haben unsere Köpfe jahrelang in Bücher vergraben. Wie haben wir die Wirklichkeit der Nationalitätenfrage ans Licht gebracht? Heute bringen wir das der ganzen Welt näher. Denkt an die kleinen Mühen unserer Gruppe am Anfang. Wenige von uns haben mit ihrer intensiven ideologischen Bildung den Weg für einige Entwicklungen geebnet.Ihr wisst, dass vernachlässigte Bildung zu Defiziten, falschen Annäherungen
an die Organisierung und zu grossen Verlusten führt.”

Diese Erkenntnis müssen wir uns zur Grundlage nehmen und vor allem bei uns selbst beginnen. Jetzt, da viele Schulen, Ausbildungen, Universitäten geschlossen sind, gibt es nichts schlimmeres, als diese Zeit leer und sinnlos zu vergeuden. Wo es möglich ist, sollten wir uns mit FreundInnen treffen, gemeinsam Lesen und diskutieren, zur Not auch für uns alleine.
Denn nur durch Bildung und Bewusstseinswandel werden wir in der Lage sein, die aktuelle Phase richtig zu deuten, entsprechend zu handeln und unsere Strategien angemessen zu entwickeln.”

 

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