Home ALLE BEITRÄGERÊBER APO Auf dieser Erde gibt es kein Lebensrecht für den alten Kurden

Auf dieser Erde gibt es kein Lebensrecht für den alten Kurden

by rcadmin

Dieser Text wurde dem Buch “Wie Leben” aus dem Jahre 1996 von RÊBER APO  entnommen.

RÊBER APO

Die Wahrheit ist stark, aber eines verstehe ich nicht: Warum stellt ihr euch nicht dieser Wahrheit? Warum könnt ihr das nicht verstehen? Wir vertiefen uns in der Materie. In dem, was wir sagen, stecken wichtige Gründe, große Ziele und die Notwendigkeit sich zu vergrößern. Ihr redet von Partei-Lektion; Die Partei-Lektion ist es zu wachsen! Wenn du nicht die Absicht verfolgst, große Ziele zu erreichen und eine große Willensstärke zu entwickeln, dann hast du nichts von der Partei verstanden. Sag mir: Wie soll ich euch das noch erklären? Wie soll ich euch die Partei noch definieren? Ihr wollt es nicht verstehen. Fragt euch selbst. Warum beharrt ihr darauf, so klein zu bleiben? Wenn ihr mir das nicht erklären könnt, dann fragt euch doch Folgendes: Warum solltet ihr nicht die Sache der Partei zu eurer Eigenen machen? Ihr fragt euch jetzt sicherlich: “Was ist das für eine Frage?” Wenn ihr so klein bleibt, werden wir euch diese Fragen ständig stellen. Wenn wir damit aufhören würden, euch diese Fragen zu stellen, weil wir davon ausgehen würden dass ihr es doch eh nicht begreifen würdet oder wenn wir euch in die Rolle des unwissenden und ungebildeten Menschen stecken würden, würden wir euch nicht als Menschen akzeptieren. Das wäre eine kolonialistische Annäherung. Wir aber wollen genau das Gegenteil erreichen. Unsere Kinder und unsere Jugendlichen sollen großartig sein. Sie sollen alles mit seinen schönen und guten Facetten verstehen. So sollte eine humanistische Annäherung aussehen. Wir bewerten euch als die Leute, die am besten verstehen und am besten das Verstandene in die Praxis umsetzen. Der Feind bringt euch die Unterwerfung bei, doch wir können nicht akzeptieren, dass ihr euch unterwerft. Wir werden uns nicht damit abfinden, uns als „unnütz“ oder „klein“ betiteln zu lassen. Aussagen wie „der Kurde ist unzivilisiert, der Kurde ist dumm“ oder „der Kurde ist dieses oder jenes“, sind verzerrende Beschreibungen und kolonialistische Aussagen. Für die Kolonialisten sind wir nichts wert. Wenn ich nichts wert bin, kannst du mich doch einfach vergraben. Wieso lässt du mich quasi für nichts arbeiten? Bin ich denn nicht zu schade dafür? Natürlich bin ich zu schade dafür! Anstatt mich für nichts in deren Dienste zu stellen, würde ich lieber sterben. Es ist doch eine große Schande, immer für andere zu leben. Wir dürfen nicht vergessen, uns auch dagegen zu wehren. Ihr habt keine andere Wahl, als das zu verstehen.

Dies ist es, wozu ich immer wieder versuche zu appellieren. Ihr hört aber nicht auf diesen Appell. Ihr nähert euch lieber dem Feind. Dem Feind, in dessen Augen ihr nichts wert seid. Was gefällt euch am Feind, was findet ihr erfüllend am Feind? Da ist nichts, was euch auch nur annähernd erfüllen könnte. Sowohl auf politischer Ebene als auch auf gesellschaftlicher Ebene wird eure Existenz verleugnet. Warum richten wir unsere Aufmerksamkeit nicht dem? So wie ich schon immer gesagt habe: Warum sollte man die Aufmerksamkeit, die man einer Zigarette schenkt, nicht auch solchen wichtigen und historischen Geschehnissen schenken? Theorien und Anstandslosigkeiten wie „wir taugen zu nichts“ oder „wir sind so gestrickt“ sollten wir sofort aus unseren Köpfen löschen und zu wahren Menschen werden. Das ist unser nationaler Anstand. Ihr habt eventuell Anstand von der Familie bekommen, oder auch nicht. Das ist auch nicht wichtig. An dieser Stelle ist es wichtig, im Besitz von nationalem Anstand oder humanistischem Anstand zu sein. Die größte Missetat, die uns der Feind antut, ist an diesem Punkt. Aus den Köpfen löschen, ausradieren, Verlust des Nationalstolzes, Erinnerungen zu löschen und an deren Stelle ihre eigenen Erinnerungen zu platzieren, das ist das Anstandsloseste, was man machen kann. Was sollen wir mit uns anfangen? Wenn ihr doch so jung seid, wenn ihr doch so mutig seid, fängt doch die Geschichte ein. Fängt doch eure Identität ein. Ihr wälzt alles auf mich ab. Gut, ich renne nicht weg, so bin ich nicht, ich renne nicht weg. Ich habe mich etwas gebildet. In diesem Punkt könnt ihr euch nicht mit mir messen. Aber sich nur auf mich zu verlassen wäre falsch. Ich habe kein Problem damit es zu tun. Aber ich wünschte mir, dass es noch einige von euch gäbe, die mit mir diese Last teilen. Bin ich es, der das nicht möchte? Wenn ihr wollt, können wir eure Taschen mit Geld füllen. Wenn ihr wollt, können wir euch auch mit Waffen versorgen. Was jedoch zählt, ist dass ihr eure Mittel richtig benutzt. Warum solltet ihr die Rolle des Armen spielen. Wir versorgen euch mit Theorie im Überfluss. Nehmt sie, lasst sie auf euch einwirken. Warum gibt ihr euch mit der Rolle des Unwissenden, des Armen zufrieden? Wir haben die Tür, wie man leben sollte, nicht nur einen Spaltbreit geöffnet, nein, wir haben sie ganz geöffnet. Auf die Aussage „wir werden so leben wie der alte Kurde gelebt hat“ sagen wir: „Nein“. Es gibt kein Zurück zu dem alten Kurden. Wenn ihr es trotzdem versucht, werdet ihr euch mir entgegenstellen müssen. Ich werde das nicht zulassen. Wir sagen “Nein”, zu dem Leben, welches der Feind versucht uns aufzuzwingen Mit mir wird es keine Unterwerfung geben. Sagt ihr trotzdem: “wir trotzen, wir werden so weiter machen”, dann werde ich mich dagegen verteidigen. Ihr könnt keine Spielchen mit mir spielen. Ich habe diese Partei gegründet. Nun erzählt, wie wollt ihr innerhalb der Partei falsche Spiele mit mir treiben?

 

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