Wieder einmal fiel eine Frau dem Patriarchat zum Opfer. Albertina Martinez, eine junge Journalistin, wurde tot Zuhause aufgefunden.
Überall auf der Welt stehen Menschen für einen Systemwandel auf. Sie akzeptieren die Ungerechtigkeiten nicht mehr und machen ihre Haltung deutlich.
So auch in Chile, ein Land in Südamerika.
In Chile protestieren seit Mitte Oktober zehntausende Menschen für bessere Lebensbedingungen. Die Polizei antwortet mit Tränengas und Gummigeschossen. Der Staat geht gezielt mit brutaler Polizeigewalt gegen die DemonstrantInnen vor. Mehr als 230 Menschen wurden erblindet, bereits 26 Menschen getötet und mehr als 2300 verletzt. Doch anders als der Staat es erwartet, werden sie nur noch mehr bestätigt gegen diese Regierung einzutreten. Egal, wie hoch der Preis ist, die Menschen lassen sich nicht von ihrem Widerstand abbringen.
Auch Albertina Martinez nahm an dieser Protestbewegung für eine gerechtere Welt teil. Sie wollte der Welt zeigen, wie der Staat gegen die Bevölkerung vorgeht, was er alles in Kauf nimmt, um die Menschen stumm zu halten. Seit Anfang der Protesten dokumentierte sie diese Polizeigewalt. Nun wurde sie in ihrem Zuhause tot aufgefunden. Man hat sie ermordet, geschändet und anschließend hat man all dieses Videomaterial verschwinden lassen, damit niemand zu Augen bekommt, was in Chile gerade abläuft. Die Regierung versuchte sie mundtot zu machen und die Beweise verschwinden zu lassen. Nicht nur das: Immer wieder stellt sich heraus, dass die Polizei vor allem gegen Frauen vorgeht. Man nimmt sie fest, vergewaltigt sie und lässt sie anschließend spurlos verschwinden. Doch besonders die Frauen, die die Vorreiterrolle des Widerstands sind, lassen sich nicht einschüchtern.