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Kein Tourismus im türkischen Faschismus

by rcadmin

Am 01.11.2019 und  04.11.2019 fanden Protestaktionen gegen die Reisebüros TUI und L‘TUR in Braunschweig statt, die aktuell noch Flüge und Urlaub in der Türkei anbieten. Die Aktionen fanden im Rahmen der Kampagne #BoycottTurkey statt und richtete sich gegen die völkerrechtswidrige Invasion des Nato-Partners Türkei und seiner dschihadistischen Hilfstruppen in Nord- und Ostsyrien.
Die AktivistInnen hielten Transparente mit der Aufschrift „Keine Deals mit der Türkei – Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung“ und „Krieg beginnt hier – Widerstand auch“ . Es wurden Flugblätter verteilt und eine Erklärung verlesen.

In der Erklärung mit dem Titel „Kein Tourismus im türkischen Faschismus – Solidarität mit Rojava!” heißt es:
„Am 09.10. überfiel die faschistische Türkei das als Rojava bekannte Gebiet in Nordsyrien. Mit dem Ziel die multiethnischen, feministischen und demokratischen Strukturen zu vernichten und die dortige Bevölkerung zu vertreiben, marschierten von der Türkei kontrollierte dschihadistischen Milizen, die zum Teil aus Resten des „Islamischen Staates“ bestehen, und die zweitgrößte NATO-Armee in Syrien ein. Die demokratischen Verteidigungskräfte taten und tun ihr Möglichstes, um dagegen Widerstand zu leisten. Der Tourismus in die Türkei ist seit jeher eine wesentliche Einkommensquelle, um diese Kriegsmaschinerie der Türkei zu schmieren.
Deshalb rufen wir dazu auf, den zukünftigen Urlaub nicht in der Türkei zu verbringen und den Folterern, Vergewaltigern und Mördern nicht noch mehr Geld in den Rachen zu werfen. Hinzu kommt die Gefahr, wegen bspw. wegen kritischer oder gar offen ablehnender Kommentare zu Erdogan, seiner AKP, dem antikurdischen Rassismus und/oder zum Krieg, in einen türkischen Knast zu wandern. Über die gesamte Welt verteilt gab und gibt es zahlreiche Demonstrationen und andere Aktionen von Millionen Menschen, die den Verteidiger*innen Rojavas ihre Unterstützung aussprechen und die faschistische Kriegspolitik Erdogans verurteilen. Dazu gehören auch aktive Blockaden von Flughafenterminals, über die Reisen in die Türkei abgewickelt werden. Es liegt an uns allen, durch unser Tun und auch unser Verweigern, der türkischen Vernichtungspolitik etwas entgegenzusetzen. Von unseren Parteien brauchen wir nichts zu erwarten. Sie alle wollen so schnell wie möglich wieder zu einem Zustand kommen, in dem Geschäfte mit dem türkischen Faschismus wieder ohne öffentliche Proteste möglich sind. Auch der CDU geführten GroKo geht es, wie den USA und Russland, nur darum, ihre Einflusszonen abzustecken und kuscheln schon jetzt wieder, wie bspw. Außenminister Heiko Maas (SPD), mit den türkischen Mördern. Dem stellen wir uns entgegen.

Gemeinsam gegen Faschismus und Krieg!“

RiseuUp4Rojava ruft zu Aktionen gegen Flughäfen und Tourismusbranchen auf
Zu den Aktionen an Flughäfen und Tourismusbranchen hatte die Kampagne #RiseUp4Rojava aufgerufen. Die Türkei müsse für ihren Krieg sanktioniert und wirtschaftlich geschädigt werden, hieß es in einer Erklärung. Die Kampagne begründet diese Aktion mit dem Widerstandsrecht und der Bedeutung der Fluggesellschaften und Tourismusbranche für die türkische Ökonomie: „In diesen Zeiten des faschistischen Krieges gegen die Revolution in Rojava ist es wichtig, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, aber gleichzeitig auch einen globalen Widerstand zu leisten, um diese Unternehmen und Finanzinstitutionen, die den türkischen Faschismus militärisch oder finanziell unterstützen, zu zerstören, zu blockieren und zu besetzen. Die türkische Fluggesellschaft und die Tourismusbranche sind ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt des türkischen Staates. Wenn die Schalter auf der ganzen Welt blockiert werden, wird dies Druck auf das türkische Regime ausüben, der Tourismusindustrie schaden und sichtbar machen, dass die Menschen auf der ganzen Welt solidarisch mit der Revolution in Rojava sind.“

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