Mit dem Geist der Märtyrer vom Mai werden wir siegen!

ANDOK BAZ – STÊRKA CIWAN

Der Monat Mai wurde in der 1. PKK-Konferenz im Jahr 1981 von Rêber APO zum Monat der Märtyrer erklärt. Seitdem widmen wir jedes Jahr den Mai zum Andenken unserer Märtyrer und gedenken ihnen in vielen Formen. Wir gedenken ihnen indem wir uns ihren Widerstandskampf anhören oder indem wir ihre Geschichten weitererzählen. Somit machen wir die Märtyrer unsterblich und zu unserem Bestandteil unseres Lebens. Denn sie erleuchten unseren Weg, geben uns Hoffnung und Kraft, selbst in den dunkelsten Momenten unseres Lebens.

Der Monat Mai ist für Revolutionäre aus aller Welt ein wichtiger Monat. Er beginnt mit dem ersten Mai, welches den Kampf der ArbeiterInnenklasse gegen jegliche Formen der Lohnsklaverei und Ausbeutung symbolisiert. Er steht für Millionen Märtyrer der ArbeiterInnenklasse, die im Laufe des 20. Jahrhunderts im Kampf gegen die kapitalistische moderne gefallen sind.

Der Mai im Überblick

  • Besonders in der Türkei und Kurdistan hat der Mai eine besondere Bedeutung. Am 6 Mai 1972 wurden die revolutionären Studenten Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan vom faschistischen Regime hingerichtet. Aufrecht liefen sie zum Galgen und riefen mit ihrem letzten Atemzug: „Es lebe die vollkommene Unabhängigkeit der Türkei! Es lebe die Ideologie des Marxismus-Leninismus! Es lebe der Unabhängigkeitskampf des türkischen und kurdischen Volkes! Es leben die Arbeiter und Bauern! Nieder mit dem Imperialismus!“
  • Am 18. Mai 1973 fiel der große Revolutionär İbrahim Kaypakkaya im Foltergefängnis von Diyarbakir. Heldenhaft leistete er Widerstand gegen unmenschliche Folter und zeigte vorbildlich die Haltung eines Revolutionärs im Gefängnis. Er wurde so zu einem Symbol gegen Folter, Schmerz sowie den Tod und gleichzeitig ein Symbol, für die Würde des Menschen, denn trotz Folter ergab er sich nie dem Feind.
  • Am 9. Mai 1976 wurde die große Revolutionärin und Anführerin der RAF, Ulrike Meinhof, in ihrer Zelle vom faschistischen deutschen Staat hingerichtet. Ähnlich wie das Regime, in der der türkische Staat İbrahim Kaypakkaya oder Deniz Gezmiş ermordet hat, wurden auch in der BRD die GenossInnen gefoltert und getötet. Aber die GenossInnen Holger Meins bis Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Jan Karl Raspe und Gudrun Ensslin leisteten heldenhaften Widerstand.
  • So wurde auch Ulrike im Mai 1976 zu einem leuchtenden Stern, welcher unseren Weg für immer erleuchten wird.
  • Am 1. Mai 1977 schoss der faschistische türkische Staat auf die DemonstrantInnen auf dem Taksim Platz und tötete kaltblütig 34 ArbeiterInnen. Auch dieses Massaker brannte sich in das Gedächtnis der Völker der Türkei und Kurdistans ein und wird für immer unvergesslich sein. Dieses Massaker wurde zu einem Racheschwur gegen das faschistische Regime.

Şehîd Haki Karers Rache wurde zum revolutionären Volkskrieg und erschüttert den Faschismus bis heute.

  • Am 18. Mai 1977 traf die Kugel des Faschismus einen großen Internationalisten und Revolutionär in Antep. Haki Karer wurde an diesem dunklen Tag hinterhältig durch eine kontrarevolutionäre Bewegung erschossen. Haki Karer war ein türkischer Revolutionär der als erster Rêber APOs Worten folgte und Teil der Revolution in Kurdistan wurde.
    Wie Rêber APO sagt war er “der geheime Geist der PKK”, Rêber APOs geistiger Zwilling. Durch seine bescheidene, opferbereite und mutige Persönlichkeit erschuf er den Geist der PKK und wurde zum Anführer der Revolution Kurdistans. Als Rache an dieser kaltblütigen Ermordung erschuf Rêber APO die PKK und machte das Erbe Heval Hakis unsterblich. Als Vergeltung für die Kugel die Heval Haki zum Märtyrer machte, fallen bis heute Millionen von Kugeln auf die Besatzer. Şehîd Haki Karers Rache wurde zum revolutionären Volkskrieg und erschüttert den Faschismus bis heute.
  • Am 18. Mai 1978 wurde Xelîl Çavgun während er das Bild von Haki Karer in Hîlwan plakatierte durch einen Hinterhalt von Polizisten und Faschisten zum Märtyrer. Dieser hinterhältige Angriff wurde zum Beginn des großen Widerstands von Hîlwan, welche als Beginn des Volksaufstands unter der Führung der PKK gegen feudale Strukturen und den Kolonialismus gilt.
  • Am 18. Mai 1982 setzten die großen Revolutionäre Ferhat Kurtay, Eşref Anyık, Mahmut Zengin und Necmi Öner im Gefängnis von Amed ein Zeichen in der Welt. Das Gefängnis von Amed war ein Gefängnis, in dem die PKK und ihre Führung durch brutale Folter zur Kapitulation gezwungen werden sollten. Durch unmenschliche Methoden wurde diesen Menschen unerträgliche Schmerzen zugefügt um sie zum Verrat zu zwingen. Dagegen setzten in der Nacht zum 18. Mai diese vier Heldenhaften Revolutionäre ihre Zelle in Brand und schrien mit ihrem letzten Atemzug: „Löscht nicht das Feuer. Das Feuer zu löschen ist Verrat!”. Mit ihrer Entschlossenheit siegte der Geist der PKK im Gefängnis und wurde zu einer Bewegung von Millionen.
  • Am 2. Mai 1983 wurden Mehmet Karasungur und Ibrahim Bilgin in Südkurdistan in einem Gefecht zwischen YNK und KDP zu Märtyrern. Sie galten als erste Kommandanten des Guerilla Kampfes auf den Bergen Kurdistans und symbolisieren die nationale Einheit des kurdischen Volkes.
  • Am 31. Mai 2005 fielen die revolutionären Internationalistinnen Amara und Uta auf dem Weg zum Kongra Gel Kongress in einem Verkehrsunfall. Uta und Amara waren zwei Internationalistinnen die aus Europa den Weg in die freien Berge Kurdistans wählten und sich dem neuen Paradigma von Rêber APO anschlossen. Heval Amara als eine türkische und Heval Uta als eine deutsche Guerilla Kämpferin trugen den internationalen Geist von Haki Karer in das 21. Jahrhundert. Als entschlossene Revolutionärinnen wurden sie durch ihre Liebe und Mühe unsterblich.

Die Mai-MärtyrerInnen sind Vorboten einer freien Gesellschaft

Heute leben die Andenken all dieser RevolutionärInnen in unserem Kampf bis in die Ewigkeit. Sie sind nicht nur eine Quelle der Kraft und Hoffnung für die Revolution in Kurdistan sondern erleuchten die Menschheit mit ihrer Entschlossenheit, Mut und ihrer Willenskraft. Von Ibrahim Kaypakkaya bis Ulrike Meinhof, von Haki Karer bis Uta und Amara werden die Mai-MärtyrerInnen uns immer wieder daran erinnern mit welchen

Ob im Gefängnis unter Folter, auf den Bergen, im Gefecht oder in den Metropolen des Feindes, die Mai-MärtyrerInnen werden immer mit uns sein, durch ihre Taten werden wir Mut schöpfen und uns immer an unsere Pflichten als Revolutionäre Jugendliche erinnern.

großen Opfern unser Kampf hervorgebracht wurde. Ob im Gefängnis unter Folter, auf den Bergen, im Gefecht oder in den Metropolen des Feindes, werden sie immer mit uns sein, durch ihre Taten werden wir Mut schöpfen und uns immer an unsere Pflichten als Revolutionäre Jugendliche erinnern. Ihre Geschichte werden weitererzählt und die Vorboten einer freien Gesellschaft jenseits von Staat und Klasse sein. Denn in ihren Persönlichkeiten vereinen sie den neuen Menschen der jenseits von Egoismus und Konkurrenz für die Gesellschaft lebt, arbeitet und sie innig liebt. Sie verkörpern die Werte der kommunalen Gesellschaft die jahrtausende Jahre zurückgedrängt doch niemals ausgelöscht wurden. Aus diesem Grund bedeutet Verbundenheit zu den Gefallenen nicht zu trauern, sondern ihre

Werte im Leben zu vertreten. Haki Karers Rache wird erst dann endgültig genommen sein, wenn die Besatzer aus Kurdistan vertrieben und Rêber APO befreit ist. Ihre Träume von einer freien, demokratischen und sozialistischen Welt zu erreichen, liegt in unseren Händen. Für ihre Rache ist es Zeit aufzustehen, ihre Fahnen in die Luft zu heben und die Revolution zum Sieg zu führen.

“Begrabt die Märtyrer nicht in der Erde, begrabt sie in euren Herzen” –Rêber APO

 

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