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Studierendenvollversammlung

by rcadmin

Aufruf zur berlinweiten Studierendenvollversammlung

If you are neutral in situations of injustice, you have chosen the side of the oppressor.

Seit sieben Wochen verteidigt die multiethnische Bevölkerung Nord– und Ostsyriens/Rojavas ihre gelebte Basisdemokratie, und die Prinzipien der Ökologie und des Feminismus gegen die Angriffe des faschistischen türkischen Regimes und seiner verbündeten dschihadistischen Mili- zen. Währenddessen herrscht an deutschen Universitäten business as usual. Doch wer nichts gegen den Krieg unternimmt, ist mitschuldig!

Auch Universitäten in Berlin unterhalten Partnerschaften und Forschungskooperationen mit re- gimetreuen bzw. zwangsverwalteten türkischen Universitäten. Diese arbeiten eng mit türki- schem Militär und Geheimdienst zusammen, bspw. durch die Entwicklung und Bereitstellung von Technologie für den Kriegseinsatz oder durch das Sammeln und Preisgeben von Informatio- nen über kritische bzw. oppositionelle Akademiker*innen und Studierende. Statt sich von sol- chem Vorgehen entschieden zu distanzieren, biedern sich deutsche Unileitungen den Faschisten an: Unlängst forderte die Leitung der Frankfurter Goethe-Universität vom AStA eine Namensli- ste des Verbands Kurdischer Studierender, um sie der türkischen Botschaft zu übergeben. Die Message ist klar: kritische Studierende, die sich gegen Faschismus und Krieg einsetzen, müssen mit Repressionen rechnen. Auch die Besetzer*innen des SoWi-Instituts erfuhren am 24.10.19, dass ihr Einsatz gegen den völkerrechtswidrigen Krieg mit Polizeigewalt beantwortet wird. Damit sind sie nicht allein: Der massiven Gewalt zum Trotz kämpfen Studierende weltweit (u.a. in Chile, Hongkong, Sudan oder Kurdistan) für soziale und ökologische Gerechtigkeit und ver- teidigen ihre Rechte & Räume. Der Faschismus und das kapitalistische System sind unsere ge- meinsamen Gegner im Kampf gegen die Zerstörung der Ökosysteme und des selbstbestimmten Lebens. In den Worten der FridaysForFuture-Bewegung: Wir brauchen einen Systemwechsel und dafür müssen Worten Taten folgen!

Es ist an der Zeit, unsere Kämpfe solidarisch zusammenzutragen! Weder die Beschneidung stu- dentischer Rechte, die Untätigkeit der Berliner Universitäten in Klimafragen, noch ihre unerträg- liche Komplizenschaft mit dem faschistischen Regime Erdogans, können wir kampflos hinneh- men! Aus diesem Grund rufen die ASten der Alice Salomon Hochschule (ASH), der FU und der TU, sowie der RefRat der HU gemeinsam zu einer berlinweiten Studierenden-Vollversammlung auf. Gemeinsam wollen wir uns überlegen, wie wir uns uni-übergreifend organisieren, uns solida- risieren und Druck auf unsere Universitäten ausüben können.

Themen sind dabei u.a.:

Solidarität mit Rojava & akademischer Boykott regimetreuer türkischer Institutionen

  • Wir beziehen uns dabei auf den Aufruf der Academics for Peace, der sich ausdrücklich weder gegen Individuen, noch gegen studentischen Austausch richtet. Verbunden damit ist die Forderung nach Unterstützung für kurdische & kritische türkische Akademiker*innen im Exil.
  • Es findet ein Austausch über konkrete uni-spezifische Beziehungen und daraus resultierende Forderungen statt. Die Forderungen wurden teils bereits in dezentralen VVs der jeweiligen Unis während der Klimastreikwoche vorbereitet.

Repressionen gegen kritische Studierende in Berlin & weltweit

  • Thematisiert wird insbesondere der Polizeieinsatz als Antwort der HU auf die Besetzung des SoWi-Instituts. Diesen ordnen wir in den Kontext weiterer repressiver Maßnahmen gegen kritische Studierende ein.
  • Darüber hinaus findet eine Diskussion über weitere Protest- und Aktionsformen statt.

Wann: 02/12/2019, 18 Uhr
Wo: Audimax- Campus Nord HU
        Phillipstr. 13, 10115 Berlin

Kommt zahlreich, kommt um euch zu informieren & zu engagieren.

DER ANGRIFF AUF ROJAVA IST EIN ANGRIFF AUF UNS ALLE!

#AlleZusammenGegenDenFaschismus

 

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