Heute um 11:30 führte die deutsche Polizei eine Razzia durch. Die DemonstrantInnen stehen den Repressionen gegenüber und leisten Widerstand.
Seit vier Tagen leisten die DemonstrantInnen des Langen Marsches Widerstand gegen jegliche Polizeiliche Provokationen und Repressionen. Seit dem 04.09. steht das Zentrum der Demokratischen Gesellschaft Duisburg unter strenger polizeilicher Beobachtung. Um 11:30 führte dann schließlich die deutsche Polizei eine Razzia durch.
Vereinzelt wurden die Jugendlichen nach draußen gezerrt und wurden von der faschistischen Polizei eingekesselt. Von dort aus schafften es die DemonstrantInnen eine Strecke auf der Kaiser-Wilhelmstraße zu laufen. Die Polizei betonte mehrmals, dass die Aktion verboten sei und die Jugendlichen nicht laufen dürfen. Der Protest der Jugendlichen geht weiter.
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Die Polizei führt Ausweiskontrollen durch, doch die Jugendlich lassen sich nicht einschüchtern.
++12:52++
Eine Person wurde festgenommen.
++13:50++
Quellen vor Ort sprechen von mindestens zwei Festnahmen. Eine genauere Zahl ist im Moment nicht feststellbar.
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Nach der Ausweiskontrolle werden die DemonstrantInnen in den Verein geschickt, um ihre Besitztümer mitzunehmen. Die Polizei befielt den Jugendlichen die Stadt zu verlassen.
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Einer der Demonstrierenden bewertet die faschistische Herangehensweise der deutschen Polizei folgendermaßen: „Sie machen es wie die türkische Polizei. Sie wollen nicht zulassen, dass wir für Rêber APO laufen. Aber wir werden unseren Marsch fortsetzen.“
++15:23++
Noch insgesamt fünf Jugendliche sind festgenommen. Das Vorbereitungskomitee hat von den Polizisten erfahren, dass sie den Befehl, die kurdische Jugendbewegung unter keinen Umständen laufen zu lassen, direkt aus Berlin bekommen hat.
++15:28++
Aufgrund der ausführlichen Ausweiskontrollen sind einige Jugendliche noch immer eingekesselt.
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Ibrahim ist einer der Demonstrierenden. Aus Belgien nimmt er an dem Langen Marsch teil. Er bewertet die heutigen Geschehnisse: „Seit Tagen versucht die Polizei und zu behindern. Sie verbieten uns alles. Sie verbieten uns sogar unsere T-Shirts anzuziehen, weil das Gesicht von Rêber APO drauf ist. Heute haben wir gesagt ‚Es reicht‘ und haben unsere passive, demokratische Aktion ausgeführt. Wir haben die Fahne Rêber APOs gehoben und schon sahen wir, wie die Polizisten uns hinterherrannten.“
In seinem Statement betont Ibrahim ebenfalls, wie sehr die deutsche Politik der Türkei dient: „Erdoğan und Merkel arbeiten zusammen. Was Erdoğan sagt ist auch für die Polizisten hier gültig.“
Mit abschließenden Worten ruft Ibrahim dazu auf, sich zu erheben und niemals aufzugeben.
++16:32++
Zwei der fünf festgenommenen Jugendlichen wurden freigelassen. Es befindet sich keiner mehr in dem Kessel der Polizisten.