Home ALLE BEITRÄGEINTERNATIONALISMUS Warum ist Internationalismus gerade jetzt so wichtig?

Warum ist Internationalismus gerade jetzt so wichtig?

by rcadmin

RÊDAN LUXEMBURG

Die Kapitalistische Moderne übt heftige Repression gegen die PKK aus. Das Ziel ist, die Ideologie des demokratischen Konföderalismus für Jugendliche unzugänglich zu machen und als eine kurdische Ideologie darzustellen. Doch genau das Gegenteil ist die Wahrheit. Der gemeinsame Kampf gegen die kapitalistische Moderne und die Herrschaft des Mannes ist der einzige Weg in die Freiheit. Schon Marx und Lenin sprachen von internationaler Solidarität und Vereinigung, wir müssen also zusammen eine Antwort auf die Unterdrückung sein.
Die Außenpolitik jedes einzelnen Staates zeigt, dass der Komplott gegen Rêber APO und die kurdische Bevölkerung niemals beendet wurde. Rêber APO ist von dem faschistischen türkischen Staat und anderen kapitalistischen Staaten isoliert, die Waffen, Geld oder Erdoĝans Faschismus politischen Schutz geben. Wie reagieren wir nun also auf ein Bündnis machtgieriger Männer und Großkonzernen, dass einzig und allein unsere Freiheit bekämpft? – Mit Freiheitskampf! Mit Selbstverteidigung in allen Formen, an jedem Ort und mit allen Menschen.
Ständig werden Menschen aus rassistischen Gründen ermordet und immer noch werden Menschen gefoltert, die Widerstand zeigen. Deswegen müssen wir ebenfalls zu jeder Zeit antworten, in dem wir teil des Widerstandes werden.
Die Weltmächte wollen sich den nahen Osten Untertan machen? Dann müssen wir ihn um jeden Preis verteidigen.
Die PolitikerInnen sprechen von Multi-Kulti und Integration, doch jedem Menschen, sowohl MigrtantInnen als auch Einwohnern wird die Identität geraubt. Die Assimilationspolitik nimmt uns unsere Kultur und zwingt uns, die Identität des Staates anzunehmen. Auf diese Art und Weise werden wir mit einer eigenen Geschichte und Persönlichkeit zu Waren. Das System gibt uns einen Wert, wie etwas, das wir im Supermarkt kaufen und benutzen uns als gehörten wir dem Staat, dessen Pass wir haben. So ist zum Beispiel ein Jugendlicher eine billige Arbeitskraft und ein guter Kunde für Sportartikeln und Videospiele. So stecken uns die Konzerne und Ministerien in Schubladen.
Die Medien berichten, was ihnen die staatlichen Pressekonferenzen erlaufen. Es ist von „Kurdendemos“, der „Kurdenmiliz YPG“ und dem „Kurdenführer“ Abdullah Öcalan die Rede. Rêber APO ist durchaus der Repräsentant der KurdInnen und der Wegweiser im Kurdischen Freiheitskampf, doch versuchen die Staaten damit zu verhindern, dass sich europäische Jugendliche mit Rêber APOs Philosophie vom System zu befreien.
Ein Beispiel ist die Situation in der Schweiz. Dort gibt es mindestens vier verschiedene Sprachen und verschiedene Kulturen. Doch Jede*r in der Schweiz muss sich als Teil der Schweiz sehen. Als SoldatIn der schweizer Armee oder Steuerzahler des schweizer Staates. Als Kunde der schweizer Wirtschaft oder Empfänger*In von schweizer Sozialleistungen. Man muss also mit allem, mit der Identität, mit der Kultur der Schweiz angehören. Platz für Kultur und Vielfalt bleibt nicht.
Echte kulturelle Vielfalt entsteht, wenn Menschen frei und ungehindert ihre Kultur ausleben können, sich ihren Mitmenschen demokratisch annähern. In Rojava sind Selbstverwaltung und friedliches Zusammenleben der verschiedenen Völker sicher und werden von ihnen selbstständig verteidigt.
Besonders intensiv wird der Kampf für die Frauenbefreiung geführt. Im Krieg, doch vor Allem mit Aufklärung und Diskussion in der Bevölkerung. Durch die Selbstorganisierung der Frauen in Kurdistan sind die Frauen nicht länger abhängig vom System des Patriarchen und seiner Macht. Die Frauen in Rojava spielen auch die Vorreiterrolle im Kampf gegen die türkische Besatzungsarmee, welche zusammen mit ihren jihadistischen Banden durch Mesopotamien räubert. Den ersten, bedeutenden Schritt haben die selbstverwalteten Völker in Rojava gemacht. An uns als Jugendliche aus der ganzen Welt ist es jetzt, diese Revolution zu schützen, in dem wir uns ihr anschließen.

 

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