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JXK und YXK: Kein Schweigen zu den Morden in Hanau!

by rcadmin

Die JXK und YXK rufen auf, gegen den rassistischen, faschistischen Angriff in Hanau die Stimmen zu erheben.

In der hessischen Stadt Hanau wurden am Mittwochabend elf Menschen an zwei verschiedenen Orten erschossen. Die Täter griffen eine Shisha-Bar und ein Café an. Beide Läden gehören Kurden. Der Täter gab in seinem Bekennerschreiben nach BILD-Angaben offen rechtsextreme Ansichten bekannt.

Mit einer Stellungnahme zu den rassistischen Morden in Hanau, haben die Studierendenverbände JXK und YXK die Notwendigkeit des Kampfes für eine politische und ethische Gesellschaft, in der alle gesellschaftliche Gruppen zusammenhalten beschrieben.

Die Stellungnahme der JXK und YXK lautet so:

„Gestern Abend erreichte uns die Meldung, dass in Hanau insgesamt 11 Menschen bei einem rassistischen Anschlag ermordet wurden. Unter den Getöteten befinden sich auch mindestens vier kurdische Jugendliche, welche auch Mitglieder im kurdischen Verein in Hanau waren.

Wir sind in Gedanken bei den Familien der Opfer und teilen ihren Schmerz und ihre Trauer.

In diesem Moment der Trauer wächst auch eine Wut. Eine Wut, die nicht nur daher rührt, dass seit Jahrzehnten immer wieder rechtsmotivierte Attentate in Deutschland stattfinden, sondern auch daher, wie diese durch Presse und Regierung immer wieder verharmlost oder gar gefördert werden. Was gestern in Hanau geschah, war keine “Schiesserei”, genauso wenig wie die Morde des NSU aus Familienstreitigkeiten entstanden sind. Mit solchen Begriffen lenkt die Presse bewusst davon ab, was hinter diesen terroristischen Anschlägen steckt, nämlich ein kontinuierlich und systematisch arbeitendes Netzwerk rassistischer Terroristen, bewaffnet und verwoben mit staatlichen Institutionen.

Die Blindheit der deutschen Politik für rechte Gewalt hat Tradition, doch spätestens seitdem die bürgerlichen Parteien ihre Rhethorik den Reden der AfD angleichen, anstatt gegen rechten Diskurs Haltung zu zeigen, entsteht neuer Nährboden für rechte Gewalt.

Wenn die Regierung nicht fähig oder nicht willens ist, eine Haltung gegen rechten Terror zu entwickeln, müssen wir, die Gesellschaft, die Betroffenen, diese Aufgabe übernehmen. Wir sehen wie notwendig es ist, für eine politische und ethische Gesellschaft zu kämpfen, in der alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenhalten.

Deswegen rufen wir alle auf, in ihrer Umgebung heute an Demonstrationen, Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen teilzunehmen. Speziell auf der Kundgebung in Hanau wollen wir gemeinsam den Ermordeten gedenken, den Angehörigen unser Mitgefühl ausdrücken und für eine solidarische Gesellschaft einstehen. Deswegen rufen wir alle auf, um 18.00 Uhr in Hanau auf dem Marktplatz zu sein.”

YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan

JXK- Studierende Frauen aus Kurdistan

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